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Jeder Ausgebildete Atemschutzgeräteträger muss nach der Feuerwehrdienstvorschrift 7 Atemschutzgeräteträger (FwDV7) Jährlich zu einer Belastungsübung.
Die Belastungsübung besteht aus folgenden Teilen:

•    Durchgang der Übungsstrecke bei Helligkeit
•    Dem Handergometer
•    Der Endlosleiter
•    Durchgang der Übungsstrecke bei Dunkelheit
•    Nochmals das Handergometer
•    Und zum Schluss nochmals die Endlosleiter

Die Übungsstrecke ist ein Parcours aus verschiedenen Elementen, Treppen, Türen, Durchgängen nach unten und oben, Röhren, Gitter, Stegen und Hindernissen. Sie muss teilweise stehend und vor allem Liegend im Kriechgang durchlaufen werden.
Jeder Teil der Strecke ist Computerüberwacht und zeigt den Ausbildern an wo sich die Atemschutzgeräteträger sich befinden. Alle paar Meter ist ein Notschalter. Sollte es mal Probleme geben kann innerhalb von Minuten dem Atemschutztrupp geholfen werden. Bei Helligkeit geht es ja noch die Übungsstrecke zu durchlaufen, aber bei absoluter Nullsicht wird es schon interessant. Klaustrophobie ist hier fehl am platz. Bei Dunkelheit überwachen die Ausbilder mittels einer Wärmebildkamera die Übungsstrecke.

Das Handergometer ist ein Handrad das die Atemschutzgeräteträger über einen Zeitraum gegen einen Widerstand drehen müssen. Sie dürfen dabei weder zu schnell noch zu langsam drehen. Auf den Zeitraum gesehen ist dies sehr anspruchsvoll und geht an die Substanz. Hierbei zahlt eine gute Fitness sich aus.  

Die Endlosleiter  ist eine immer mit der gleichen Geschwindigkeit im Kreis laufende Leiter. Der Teilnehmer muss über einen Zeitraum bzw. eine Meterzahl diese Leiter begehen. Wird er zu schnell steigt er automatisch zu hoch und sollte langsamer werden. Ist er zu langsam schaltet eine Sicherheitslichtschranke die Leiter aus. Solange bis die Beine die Lichtschranke wieder verlassen haben.
Da ist man am Ende froh wenn der erlösende Ton kommt und man mit der Leiter fertig ist.

Die gesamte Übung muss in voller persönlicher Schutzausrüstung (PSA) mit Atemschutzgerät durchgeführt werden. Alles in allem haben die Feuerwehrangehörigen bei einem Atemschutzeinsatz über 30kg mehr an Gewicht dabei. Fängt bei der PSA an und hört an dem Gerät mit der Stahlflasche auf.
Die Flasche hat ein Volumen von 6Litern und ist mit 300 Bar überdruck befüllt. Das macht 1800 Liter Atemluft. Unter Einsatzbedingungen reicht so eine Flasche ca. 30 Minuten. Wird mehr gearbeitet kann sich die Zeit auch mal verringern.

Im Jahr 2011 haben alle 31 angemeldeten Atemschutzgeräteträger aus der Feuerwehr Rangendingen die Belastungsübung bestanden, und sind somit ein weiteres Jahr Einsatzbereit.

Aufgrund der starken Belastung sieht man schon wie wichtig eine gute Fitness für Atemschutzgeräteträger ist. Alle 3 Jahre wird die Fitness bei der arbeitsmedizinschen Vorsorgeuntersuchung G26 geprüft.
Sollte die Untersuchung nicht bestanden sein darf der Feuerwehrangehörige nicht mehr als Atemschutzgeräteträger eingesetzt werden.

Folgend noch ein kleiner Eindruck der Belastungsübung:


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